Kommentar

Nach erfolgreichen Theaterarbeiten („Das Stuttgarter Hutzelmännlein“, „Schwabenblues“ „Georg Elser – Allein gegen Hitler“, „Lasalle“, „Selbst ist der Mann“ usw.) erweist sich nun das Schreiben für die Bühne als zunehmend schwierig. Die langjährige Zusammenarbeit mit dem Theater Lindenhof scheint beendet, nachdem ich den Auftrag gehabt hatte, aus dem Spielfilm „Global Player“ ein Bühnenstück zu schreiben, wurde der zurückgezogen, weil der Autor und Regisseur des gleichnamigen Films, Hannes Stöhr, dem der Stoff ja gehört, nun selbst die Bühnenversion übernehmen will. Kann ich gut verstehen. Was ich nicht verstehen kann, ist die Form, welche die Theaterleute gewählt haben, um mich dies wissen zu lassen.

Auch das Stück „Stunde des Unternehmers“ (zuvor „Tod eines Unternehmers“), das ich zusammen mit Hartwin Gromes geschrieben habe,  hat die Gnade der Theaterleiter des Landestheaters in Esslingen noch nicht gefunden. Kann sein, dass meine Stücke gegenüber den heute gängigen Theaterformen ein wenig wie aus der Zeit gefallen wirken. Man wird ja nicht umsonst 78 Jahre alt.

Nach wie vor aber funktioniert die Zusammenarbeit mit den Amateurtheatern gut, und die arbeiten ja inzwischen auf einem sehr hohen Niveau. Die Theaterwerkstatt Schramberg hat „Tod eines Unternehmers“ in einer äußerst respektablen Inszenierung und mit hervorragenden Darstellern auf die Bühne gebracht. Und jetzt bereiten die theaterversessenen Leute dort eine Uraufführung des Stückes „Spätsommernacht“ vor, das ich wieder zusammen mit Hartwin Gromes schreibe. Es geht um eine Gruppe Altachtundsechziger, die einstmals erfolgreich gegen das Kernkraftwerk Whyl demonstriert haben und sich nun als älterer Herrschaften für ein Wochenende wiedersehen.

Für das Fleckatheater in meinem Heimatort Dettenhausen schreibe ich eine Komödie mit dem Titel „So ein Theater“. Ein vermeintlich berühmter Sohn des Dorfes, der Schauspieler geworden ist, kehrt zurück, um eine Galainszenierung für die 900-Jahrfeier des Ortes zu inszenieren und die Hauptrolle zu spielen. Doch der Mann wird entzaubert, und die Urkraft des heimatlichen Ensembles setzt sich durch.

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