THEATERMAMMUTPROJEKT: 55 SOMMER

Am 16. April konnte ich das Manuskript für das Mammutprojekt „55 SOMMER“ abliefern. Hier seine Geschichte: Vor ca. zwei Jahren kam Hildegard Emilia Plattner, Chefin der Kunstschule Böblingen und Leiterin von acht Amateurtheaterensembles, zu mir und erzählte, sie werde sich 2014 nach 32 Jahren Kulturarbeit in Böblingen von diesen Aufgaben verabschieden. Zu diesem Abschied wolle sie ein Freilichttheaterstück aufführen, in dem alle, die jemals bei ihr gespielt hatten – so sie denn wollten – noch einmal auftreten könnten. Am Ende waren das über 100 Schauspieler zwischen 4 und 84 Jahren. Von Anfang an war klar, dass wir die Geschichte der Bundesrepublik, der Stadt Böblingen und von einem runden Dutzend Protagonisten in der Zeit von Kriegsende bis zur Jahrhundert-, bzw. Jahrtausendwende erzählen wollten. Da kann ein Autor leicht den Überblick verlieren. Damit dies nicht geschah, holte ich mir Hilfe. Mein Freund Hartwin Gromes, lange Jahre Dramaturg an verschiedenen Theatern und später Professor für Theaterwissenschaften an der Universität Hildesheim, erklärte sich bereit, in die Arbeit mit einzusteigen. Er gab dem Stück eine übersichtliche Struktur und entwickelte neue Szenen mit mir.

DSC_0207Der Spielort sollte ein Schrebergartengelände sein und zwar auf dem Hofgut Mauren, wo die Besitzer schon bald anfingen die Kulissen „anzupflanzen“. Gärtchen und Wege wurden angelegt, Gartenhäuschen gebaut. Die Kulisse war bald schon keine Kulisse mehr, sondern ein natürlich gewachsener Spielort. Schon während seines Entstehens machte das Vorhaben Furore. Ministerpräsident Kretschmann übernahm die Schirmherrschaft. Die Medien berichteten auf breiter Front. Die Uraufführung am 21. Juni wurde zu einem spektakulären Erfolg. Regie und Ensemble erwiesen sich als absolut professionell. „Eine Sternstunde des Amateurtheaters“ schrieb die STUTTGARTER ZEITUNG. Das Publikum dankte mit stehenden Ovationen. Zwei Jahre Arbeit wurden reichlich belohnt. Insgesamt 20 Mal wurde das Theaterstück aufgeführt werden. Und immer vor vollem Haus. Am Ende haben es über 11 000 Menschen gesehen.

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